Workshop

Freitag, 04.09.2015, 13:00-16:00 Uhr

im AGAPLESION Diakonissenkrankenhaus, Frankfurt a. M., Holzhausenstraße 72-92
Wegbeschreibung auf Google Maps

Teilnehmerzahl begrenzt, leider aktuell ausgebucht !

Leitung: 
G. Röhrig-Herzog; A. Mager1; T. Braun
Klinik für Geriatrie am St Marien-Hospital, Uniklinik Köln, 1 SkillsLab, Gebäude 42, Lehrdekanat der Universität zu Köln, Köln;

"Wie fühlt man sich "geriatrisch" ?
Erleben von körperlichen Funktionsdefiziten durch Simulationsanzüge

Alter ist zwar mit Funktionseinbussen assoziiert, doch diese führen nicht zwangsläufig zu Funtionsverlusten. Dank individuell unterschiedlicher physischer und psychischer Ressourcen werden Funktionsverluste von jedem Menschen anders erlebt und bewältigt. Das Verständnis für besondere Verhaltensweisen von Senioren mit Funktionsdefiziten ist bei gesunden (jüngeren) Menschen oft sehr begrenzt und kann häufig zu Konflikten führen. Simulationanzüge schaffen dem interessierten Probanden die Möglichkeit, optische, akustische und körperliche Einschränkungen bei Alltagsverrichtungen zu erfahren und sich reversibel in die Rolle eines funktionell eingeschränkten (älteren) Menschen zu versetzen. Dies führt zu einer nachweislichen Steigerung von Empathie und Verständnis ebenso wie zu einer besseren Nachvollziehbarkeit von Verhaltensstrategien bei funktionell eingeschränkten Menschen.
Simulationsanzüge finden heute ihren Einsatz sowohl im Bereich von Lehre und Ausbildung unterschiedlicher Berufsgruppen als auch im Bereich der Entwicklungstechnologie. An der medizinischen Fakultät der Universität zu Köln haben Simulationsanzüge ihren festen Platz in der studentischen Ausbildung, wo sie im Rahmen von Blockpraktika oder peer teachings eingesetzt werden.
Der geplante Workshop erfolgt in Kooperation zwischen dem SkillsLab und dem Schwerpunkt für Klinische Altersforschung der Universitätsklinik Köln sowie der Klinik für Geriatrie am St. Marien-Hospital in Köln. Den interessierten Teilnehmern wird die Möglichkeit gegeben, im Rahmen eines Parcours unterschiedliche Simulationsanzüge auszuprobieren und zu versuchen, mit den simulierten funktionellen Defiziten sowohl Alltagsverrichtungen (wie z.B. das Aufschrauben von Flaschen) durchzuführen, als auch in der simulierten Patientenrolle Elemente des multidimensionalen geriatrischen Assessments (wie z.B. timed up and go-Test) durchzuführen. Begleitet wird der workshop von einem interdisziplinären Team aus Vertretern der Studentischen Lehre, der Physiotherapie und der ärztlichen Seite.