Samstag, 30.09.2017

08:30 - 10:00

Hörsaal 11

S314

Aktivierend-therapeutische Pflege in der Geriatrie zwischen Personaluntergrenzen und Pflegestandards

Moderation: A. Wittrich, Berlin

Die Notwendigkeit einer bedarfsgerechten Pflegepersonalausstattung ist in der Geriatrie offensichtlich: Die ATP-G als etabliertes Pflegekonzept mit dem Ziel des Erhalts und der Wiederherstellung der Selbstständigkeit betagter und hochbetagter Menschen geht in ihrem Umfang und zeitlichen Anforderungen an das Pflegepersonal deutlich über eine Grund- und Behandlungspflege hinaus. Die Institutionalisierung von Personaluntergrenzen bei gleichzeitiger Entwicklung geriatrischer Pflegestandards stellt damit eine zentrale Herausforderung für die Versorgungssicherung geriatrischer Patienten dar.

Mit der Einrichtung der Expertinnen- und Expertenkommission „Pflegepersonal im Krankenhaus“ im Rahmen des Krankenhausstrukturgesetzes hat der Gesetzgeber unter anderem die Notwendigkeit einer „Abbildung und Verbesserung des erhöhten Pflegebedarfes, insbesondere von […] pflegebedürftigen Patientinnen und Patienten“ erkannt. Die bisherigen Empfehlungen zu Mindestpersonalschlüsseln sind dabei aus Sicht der Geriatrie als problematisch zu bewerten: Es ist anzunehmen, dass die überdurchschnittlich hohen Zeit- und Personalaufwände der ATP-G im Entgeltsystem und bei Personalbedarfsplanungen auch zukünftig nicht hinreichend Berücksichtigung finden.

Auch vor diesem Hintergrund hat der Bundesverband Geriatrie das verbandsinterne Projekt „Entwicklung eines Leistungserfassungskatalogs für ATP-G“ initiiert. Ziel war dabei die Entwicklung einer realistischen und aufwandsentsprechenden Kalkulationsgrundlage der ATP-G. Mit dem Projekt wurde die These der Erforderlichkeit einer quantitativ höheren Personalausstattung zur erfolgreichen Anwendung der ATP-G mittels minutengenau erfasster Zeitwerte bestätigt. Zugleich wurde der überwiegende Teil der Patienten bei der Entlassung in eine Bedarfsgruppe mit geringeren Ausmaßen bei Einschränkungen und Defiziten eingeordnet als bei der Aufnahme, was den Erfolg der ATP-G bestätigt.

Zur weiteren Etablierung des Konzepts der ATP-G und einer geriatriespezifischen Fachsprache entwickelt der Bundesverband Geriatrie geriatrische Pflegestandards, die in Struktur-, Prozess- und Ergebnisdimension gegliedert sind. Diese Normen definieren Qualität und Umfang der Pflege, gleichzeitig zielen die Standards auf eine Senkung des Dokumentationsaufwandes ab.

08:30
Personaluntergrenzen - was will der Gesetzgeber?
S314-01 

A. Wittrich, Berlin

Die Notwendigkeit einer bedarfsgerechten Pflegepersonalausstattung ist in der Geriatrie offensichtlich: Die ATP-G als etabliertes Pflegekonzept mit dem Ziel des Erhalts und der Wiederherstellung der Selbstständigkeit betagter und hochbetagter Menschen geht in ihrem Umfang und zeitlichen Anforderungen an das Pflegepersonal deutlich über eine Grund- und Behandlungspflege hinaus. Die Institutionalisierung von Personaluntergrenzen bei gleichzeitiger Entwicklung geriatrischer Pflegestandards stellt damit eine zentrale Herausforderung für die Versorgungssicherung geriatrischer Patienten dar.

Mit der Einrichtung der Expertinnen- und Expertenkommission „Pflegepersonal im Krankenhaus“ im Rahmen des Krankenhausstrukturgesetzes hat der Gesetzgeber unter anderem die Notwendigkeit einer „Abbildung und Verbesserung des erhöhten Pflegebedarfes, insbesondere von […] pflegebedürftigen Patientinnen und Patienten“ erkannt. Die bisherigen Empfehlungen zu Mindestpersonalschlüsseln sind dabei aus Sicht der Geriatrie als problematisch zu bewerten: Es ist anzunehmen, dass die überdurchschnittlich hohen Zeit- und Personalaufwände der ATP-G im Entgeltsystem und bei Personalbedarfsplanungen auch zukünftig nicht hinreichend Berücksichtigung finden.

09:00
Pflegepersonalberechnungen zwischen Patientenbedarf und Erlösrelevanz
S314-02 

S. Holtmann; Berlin

Vor dem Hintergrund überdurchschnittlich hoher Zeit- und Personalaufwände der ATP-G und deren mangelnder Berücksichtigung im Entgeltsystem und bei Personalbedarfsplanungen hat der Bundesverband Geriatrie das verbandsinterne Projekt „Entwicklung eines Leistungserfassungskatalogs für ATP-G“ initiiert. Ziel war dabei die Entwicklung einer realistischen und aufwandsentsprechenden Kalkulationsgrundlage der ATP-G. Mit dem Projekt wurde die These der Erforderlichkeit einer quantitativ höheren Personalausstattung zur erfolgreichen Anwendung der ATP-G mittels minutengenau erfasster Zeitwerte bestätigt. Zugleich wurde der überwiegende Teil der Patienten bei der Entlassung in eine Bedarfsgruppe mit geringeren Ausmaßen bei Einschränkungen und Defiziten eingeordnet als bei der Aufnahme, was den Erfolg der ATP-G bestätigt.

09:30
Masse statt Klasse?! Welche Kompetenzen in der Pflege braucht die Geriatrie?
S314-03 

A. Kuphal; Radeburg

Zur weiteren Etablierung des Konzepts der ATP-G und einer geriatriespezifischen Fachsprache entwickelt der Bundesverband Geriatrie geriatrische Pflegestandards, die in Struktur-, Prozess- und Ergebnisdimension gegliedert sind. Diese Normen definieren Qualität und Umfang der Pflege, gleichzeitig zielen die Standards auf eine Senkung des Dokumentationsaufwandes ab.

 

Diskutanten: A. Kuphal, Radeburg

Zurück






Plenum Wissen­schaft­liche Sitzung Lunch­symposium Gremium

 

Diese Website verwendet Cookies